|
Eine neue Art: Mus talpinus Pall.
A new specimen: Mus talpinus Pall.
Eine kostbare Neuerwerbung gelang dem Unitätsarchiv mit einem Kupferstich
des 18. Jahrhunderts. Der Stich des Nürnberger Kupferstechers Johann
Nussbiegel zeigt erstmals ein Nagetier der Species Mus talpinus Pall.
(heute Ellobius talpinus Pall.) und stammt aus einem zoologischen Werk
des Peter Simon Pallas (Novae species quadrupedum, Erlangen 1778/79). Für
das Archiv ist es ein besonderes Stück, weil als Vorlage für den Stich
eine Zeichnung von David Renatus Nitschmann (1748-1777), einem Neffen der
Anna Nitschmann, diente. Nitschmann lebte 1771-1773 in Sarepta und
arbeitete ab 1772 für die Professoren Samuel Gmelin und S.P. Pallas bzw.
die Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg als Zeichenmeister.
Außer den Kupferstichen in den Werken von Gmelin und Pallas sind
naturkundliche Zeichnungen von D. R. Nitschmann im Unitätsarchiv sowie
ethnographische Darstellungen der Kalmyken im Völkerkundemuseum Herrnhut
bekannt. Eine Biographie befindet sich derzeit in Bearbeitung.
The Unity Archives are happy about a new item in its
collection. The 18th cent. engraving done by Johann Nussbiegel of
Nuremberg shows for the very first time a specimen of Mus talpinus Pall.
(today Ellobius talpinus Pall.). It has been part of a zoological
publication by Peter Simon Pallas (Novae species quadrupedum, Erlangen
1778/79). For the Moravians it is important because it was engraved after
a drawing of David Renatus Nitschmann (1748-1777), a nephew of Anna
Nitschmann. D.R. Nitschmann lived in 1771-1773 at Sarepta/Russia, and
since 1772 was engaged by the professors Samuel Gmelin and S. P. Pallas
resp. the Imperial Academy of Sciences at St. Petersburg as drawing
master. Beside the engravings there are known drawings of animals and
plants by Nitschmann in the Unity Archives and Calmyc ethonological
drawings in the Etnographic Museum. A biography is to be written.
Archivtag 2010 – »Ich wollte lieber Diasporabauer als ein
Heidenbote sein« (Zinzendorf, 1758)
Annual Friends Day 2010 – »Ich wollte lieber Diasporabauer
als ein Heidenbote sein« (Zinzendorf, 1758)
Am Sonnabend, dem 20. März 2010, findet ab 10.00 Uhr der 12. Archivtag in
den Räumen des Unitätsarchivs statt. Den thematischen Mittelpunkt bildet
die Gemeinschaftspflege bzw. Diasporaarbeit der Brüdergemeine zu dem Dr.
Dietrich Meyer, Gundars Ceipe aus Riga, Christine Pietsch und der
Archivleiter, Dr. Rüdiger Kröger, in Vorträgen sprechen werden. Das
ausführliche Programm finden Sie auf der Homepage des Archivvereins (www.archivverein-herrnhut.de).
Gäste sind wie immer sehr herzlich willkommen!
Weiterhin findet an diesem Archivtag ab 13.30 Uhr die
Mitgliederversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des
Unitätsarchivs e.V. mit der Neuwahl des gesamten Vorstandes statt.
The Annual Friends Day of the Archives 2010 will take place
10 o'clock a.m. on Saturday, March 20th 2010 in the
"Unitätsarchiv". The main topic will be the community care
respectively the diaspora work of the Moravian Church to which addresses will
be held by Dr. Dietrich Meyer, Gundars Ceipe from Riga, Christine Pietsch
and also from the director of the archives, Dr. Ruediger Kroeger.
The program in detail you will find on the homepage of
the "Association of the Friends of the Moravian Archives" (www.archivverein-herrnhut.de).
As always we welcome all guests. Furthermore there will be an assembly of
the members of the association "der Freunde und Förderer des
Unitätsarchivs e.V." where the election of the board of directors
will take place.
Personalveränderungen im Unitätsarchiv
Changes of Staff
Nach einer dreijährigen Projektarbeit zur Verzeichnung der
Topographischen Sammlung des Unitätsarchivs und einer anschließenden fast
sechsjährigen Festanstellung im Unitätsarchiv im Bereich der
Benutzerbetreuung beendet Barbara Reeb am 1. April diesen Jahres ihre
Tätigkeit und zieht aus familiären Gründen nach Bremen um. Das Archiv und
seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen danken ihr für alle getane Arbeit,
zu der auch die Übersetzung des Newsletters ins Englische gehörte, und
wünschen ihr und ihrer Familie Gottes Segen auf dem weiteren Lebensweg.
Vorübergehend wird auch Claudia Mai für die nächsten ca. zwei Jahre
aufgrund einer zweiten Babypause ab 1. März 2010 durch Gudrun Meyer in
der Bibliothek vertreten.
On 1st of April that year Barbara Reeb will end her activity
after three years project working of listing of the topographical
collection of the Moravian Archives and a nearly six years employment on
a regular basis in advising the user afterwards and will move to Bremen
for family reasons. The archives and the whole staff thank her for all
work, even the translation of the newsletter in English and we wish her
and her family God's blessing for her further journey through life.
Temporarily Claudia Mai will also be away, taking her
second parental leave for approximately 2 years. Gudrun Meyer will be her
representative at the library, starting from March 1, 2010.
|